Mennonitengemeinde

Mennonitengemeinde

Die Mennoniten sind eine evangelische Freikirche und als solche unabhängig vom Staat und dessen finanziellen Mitteln. Sie entwickelten sich aus der Täuferbewegung der Reformationszeit.

Ihr Name geht auf Menno Simons zurück – einen katholischen Priester, der 1536 zu den Täufern konvertierte. Er vereinte pazifistisch gesinnte Täufer – deren Gruppen weit verstreut waren – durch intensive Reise- und Lehrtätigkeit.

Das Vaterunser als wichtigstes Bekenntnis und Verbindung zu allen Christen ist bis heute der Grundpfeiler vieler mennonitischer Gemeinden. Daneben gibt es kein festes Glaubensbekenntnis. Die Bibel ist Antwort auf alle Glaubens-, Lebens- und Gemeindefragen. Jesus Christus gilt als Gründer, Erhalter, Eigentümer, Leiter und Vollender der Gemeinde. Glaube und Leben sind untrennbar verbunden.

Der Gedanke des Pazifismus, der in der Verfolgung und Repression zu Zeiten der Reformation wurzelt, begleitet die mennonitische Praxis. Zentral ist auch der Gedanke des Separatismus: Kirche und Staat müssen getrennt sein, der Eid für den Staatsdienst wird verweigert und der Wehrdienst ebenso.