Russisch-orthodoxe Gemeinde

Russisch-orthodoxe Gemeinde

Mitten im Stadtpark fällt die denkmalgeschützte Kapelle „Heilige Maria Schutz“ vielen Spaziergängern kaum auf, doch für die russisch-orthodoxe Gemeinde in Regensburg ist sie ein Stück Alltag. Hier finden jeden Sonntag die Gottesdienste statt, zu denen an hohen Festen wie Ostern auch schon einmal 300 Gläubige ihren Weg in die kleine Kirche finden.

Die Gemeinde wurde 1945 gegründet und ist Teil der russisch-orthodoxen Kirche im Ausland. Diese geht auf Geistliche zurück, die in den 1920er-Jahren vor dem Sowjetregime geflohen waren. Als eigenständig organisierte Kirche steht diese zwar der orthodoxen Kirche in Moskau nahe, ist aber doch unabhängig: Sie hat ihre eigenen Traditionen und ihre eigenen Heiligen.

Obwohl die Regensburger Gemeinde eher klein ist, gehört für Priester Viktor Wdowitschenko die Arbeit in der ACK einfach dazu. „Das ist ganz natürlich“, sagt er. Trotz aller Unterschiede verbinde alle Gemeinden in Regensburg der gemeinsame Glaube an Jesus Christus. Da sei Ökumene etwas Selbstverständliches. Deshalb plädiert er dafür, nicht die Unterschiede, sondern das Gemeinsame in den Mittelpunkt zu stellen.